Womoreisen von Gabi und Jens
Spaß an der Freiheit

2021 Schweden 2

27.06.21
In diesem Jahr ist hier in Schweden purer Sommer. So genießen wir das See-Feeling für ein paar Tage ganz ausführlich. Den perfekten Badeplatz mit einem idyllischen Wohnmobil-Stellplatz, finden wir in Hult am Vänern. Jens probiert es auch einmal mit dem Angeln, aber die bessere Variante wäre wohl auf dem See. Das Ufer ist einfach zu flach und verschlingt die Haken.

 


   
Mit solchen kleinen Gefährten kommen die jungen Leute zum Baden. die kann man schon mit 16 Jahren fahren.

Die Stadt Karlsstad liegt ganz im Norden vom Vänern. Es ist der Hauptort der Provinz Värmland. Wir besuchen auch den Dom von 1730, der als einziger den großen Stadtbrand von 1865 überstanden hat. Die kleinen Mäuse findet man überall im Dom.

     

    Gleich daneben liegt Kristinehamn mit dem fantastischen Schärengarten, der bis nach Karlstad reicht. Hier findet man die monumentale Picasso-Skulptur “Jacqueline”. Sie ist 15 Meter hoch, misst 1,65 Meter im Durchmesser und die Spanne der zwei Flügel sind 6 x 4 Meter. Es ist die größte Picasso Skulptur der Welt. Interessant ist es mal nachzulesen, unter welchen Umständen sie dorthin gekommen ist. Die ganze Nacht wird es nicht richtig dunkel. Der Himmel leuchtet immer.
 
 
Der Mariebergsskogen ist Karlstads traditionsreicher Stadtpark. Er ist mit einer ganzen Reihe von Aktivitätsmöglichkeiten und Veranstaltungen ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie.
     
     
 

30.06.21
Wasser ist in Schweden allgegenwärtig und prägt die wunderschöne Landschaft. So landen wir an einem weniger bekannten Kanal. Die Schleusenanlage von Bjurbäckens ist Teil des 3 Kilometer langen, in der Zeit von 1853-1857erbauten Bjurbäckens Kanal. Es ist ein 65 km Wassersystem, das aus 16 Flüssen, 5 Kanälen und 6 Schleusen besteht. Ein Café lädt am Kanal zum Verweilen ein.
   

   
In Filipstad müssen wir an der Fabrik für Wasa Knäckebrot natürlich halten. Im Original: Wasabröd, gehört in Schweden und in großen Teilen Europas zu den bekanntesten Markennamen überhaupt. Im Knäckebrotmuseum kann man die 90jährige Geschichte des Unternehmens verfolgen. Es sind viele Verpackungen, auch alte Werbung für Wasa, aus zurückliegenden Jahrzehnten ausgestellt. Dazu gibt es einen Fabrikverkauf für Knäckebrot und für Pasta Produkte (Wasa gehört ja zum italienischen Barilla-Konzern).


                  
 
Im Laden entdeckt, halbvolle Likörflaschen – hat etwas mit der staatlichen Alkoholkonzession in Schweden zu tun.

01.07.21
Ein besonderes Museum ist das in Lisjöfors. Es spiegelt die über 300-jährige Geschichte der Mühle und der Gesellschaft wieder. Hier sind u.a. ein Wohnungsteil aus den 40er-50er Jahren, Folkets-Hus-Zimmer, Sportraum und Maschinenhalle. 1996 wurde das Museum für Europas Bestes nominiert.

            

Bei dem Wetter zieht es einen aber sofort wieder in die Natur. Gleich neben dem Museum finden wir den Trollstigen-Wanderweg. Ein wunderschön gestalteter Weg durch den Wald, nicht nur für Kinder.
 

   
Långban ist eine ehemalige Grubengemeinde und gehört zum mittelschwedischen Bergbaugebiet Bergslagen. In der Region befinden sich eine Reihe von Bergwerken und Hüttenwerken. Alle sind heute stillgelegt, wobei das letzten Bergwerke in Nordmark und Persberg 1980 geschlossen wurden.  Heute sind die noch erhaltenen Grubengebäude ein Museum.

   

 
So genießt man auch sehr spät abends noch den Urlaub.
Am See Yngen machen wir eine Wanderung zum Tila Stollen. Bei dem Wetterchen hat man so gleich die Möglichkeit sich immer abzukühlen.

   
                                    

Das Schloss ist das Wahrzeichen der Stadt Örebro. Es liegt auf einer Insel im Fluss Svartån und erhielt sein heutiges Aussehen im 19. Jahrhundert.

  Wadköping, dass zugleich ein gemütliches kleines Wohnviertel und ein herrliches Freilichtmuseum ist, ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Nach Wadköping hat man alte Gebäude aus dem unmittelbaren Stadtzentrum Örebros verpflanzt, als man dort Platz für moderne Neubauten benötigte. Im Freilichtmuseum findet man Cafés, Bäckereien, Handwerksstätten und kleine Geschäfte.
   
08.07.21
Am Hafen in Öxelösund treffen wir uns mit unseren Seglerfreunden und verbringen ein paar schöne Tage zusammen. Die Fahrräder sind viel im Gebrauch und die Tour nach Nyköpping bringt schon mal 38 km auf dem Taro. Die Schweden lieben Kunst in allen Lebenslagen und an allen Orten. Man muss sich nur umschauen.

 

     
 
Eine Mietwohnung mit Sauna im Hafen. So lässt es sich bestimmt gut leben.

10.07.21
Linköping ist eine richtige Studentenstadt mit 27.000 Studierenden. Über der Innenstadt thront Linköpings Dom mit einem 107 Meter hohen Turm. Der Bau der Kathedrale begann in den 1230er Jahren und dauerte 300 Jahre.

   
Gamla Linköping ist Schwedens größtes innerstädtisch gelegenes Freilichtmuseum. Im Bereich der alten Holzstadt stehen rund 100 Gebäude, die man in den 1940er und 1950er Jahren aus dem Zentrum von Linköping hierher versetzt hat. In dem kleinen Stadtviertel gibt es schmale Gassen, Hinterhöfe und Marktplätze, oftmals mit Kopfsteinpflaster.
 
Unsere Plüschies werden ganz fasziniert von dem Hundi über eine längere Zeit inspiziert.

11.07.21
Ein sehr populäres Ziel bei Linköping ist das Flygvapenmuseum (Luftwaffenmuseum). Der Ursprung für den Standort ist die Tatsache, dass SAAB seit 1937 in Linköping Flugzeuge herstellt. Es ist ein sehr großes Museum für Technik, Militärflugzeuge und andere Exponate, die im Zusammenhang mit der hundertjährigen Geschichte des Flugzeugbaus stehen.

 

 

Ein kurzer Stopp ist am Kloster Vreta eingeplant, bevor wir gleich daneben an der Schleuse Berg Slussar (Göta-Kanal) ankommen. Hier geht es touristisch echt zur Sache, auch da eine Pippi Langstrumpf Aufführung stattfindet.

 

 

  Am Abend schauen wir uns noch in Motala um. Der Ort liegt am Ostufer des Vättern-Sees und zeigt sich mit der Promenade, dem Hafen und der Schleuse als Touristenhochburg.

   

12.07.21
Das Schloss Vadstena ist ein bekanntes Fotomotiv bei Schwedenurlaubern. Im Jahr 1545 begann unter Gustav Wasa der Bau zunächst als Verteidigungsanlage (gegen die Dänen), Im Jahr 1620 kam es zum Umbau im Renaissance-Stil, was bis heute nicht grundlegend verändert wurde.

 
Einen schönen Übernachtungsplatz finden wir am See Tåkern. Dieser See ist bei Vogelfreunden bekannt und beliebt. Es gibt Beobachtungstürme, allerdings auch reichlich Mücken. Eine Bachstelze beobachtet uns ganz genau und der Sonnenuntergang über dem See ist traumhaft.

 

 
In der kleinsten Hütte ist bekanntlich Platz und erst recht in so einem süßen Zelt. Ein traumhaftes Plätzchen am Rinnesjön mit neugierigem Besuch am Abend.
 
17.07.21
Am Kinda-Kanal in Rimforsa liegt ein sehr schön angelegter Stellplatz direkt am See. Die Gemeinden geben sich hier viel Mühe für die Wohnmobile Infrastruktur zu schaffen. Der Platz ist ein guter Ausgangspunkt für eine Radtour. So kommen wir zum „Trollegater“, einem Höhlensystem, was vor ca. 11000 Jahren nach dem abschmelzen des Inlandeises entstanden ist. Durch die Spannung im Erdreich haben sich Spalten gebildet. Es gibt eine größere und einige kleinere Höhlen, die aber ohne Ausrüstung nicht wirklich zu erkunden sind. Jens versucht es aber trotzdem.



   

 
18.07.21
Auf einer weiteren Fahrradtour entlang dem Kinda-Kanal, kommen wir an einer kleinen Gurkenfabrik vorbei, natürlich nicht ohne eine Probe mitzunehmen. Interessant sind auch immer wieder die alten Friedhöfe mit ihren Geschichten. Am Wegrand sind manchmal kleine Hinweisschilder für Cafés. Wir folgen einem und kommen auf einen kleinen Bauernhof mit einer sehr netten alten Dame, die recht gut Deutsch spricht. Sie ist mit ihrem Mann erst mit der Pensionierung von Stockholm hierher auf das Land gezogen. Das Angebot im kleinen Garten Café - Eis, Kuchen, Getränke. Marmeladen- ist alles selbst gemacht.

 

     

   
In Kisa schauen wir uns noch das Auswanderermuseum an, was in einem Café untergebracht ist. Die Geschichten von Auswanderern interessieren uns immer wieder von neuem.

   
Der nächste Stopp in Gamleby ist für eine Wanderung im Skulpturenpark Trollskogen – Garpes Vänner - gedacht. Und wir erleben ein paar schöne Stunden hier. Der Künstler Jerzy Przybyl alias Jan Pol hat den Skulpturenpark angelegt entlang einer 300 m langen Felswand. Trolle, Feen, Wiesel, Nymphen, Elfe, Schlangen u.a. sind beim Aufstieg auf dem Berg zu finden. Und oben hat man eine unglaubliche Aussicht.

     
   
20.07.21
Zurück an der Ostsee in Västervik sind wir nun voll im Urlaubertrubel gelandet. Auch auf den Stellplätzen ist es merklich voller, auch da sehr spezielle Wohnmobile sich auf den Platz schmuggeln.
Einen Stadtspaziergang machen wir aber auf jeden Fall.

   
 

Das Moped Museum in Hjorteds ist natürlich ein Muss für Männer. Ein Privatmann hat hier seine Sammelleidenschaft für alle zugänglich gemacht. Vor allem die 50er bis 70er Jahre sind mit vielen Fahrzeugen, aber auch allerlei anderen Dingen vertreten.

   
In Stensjoby kann man durch ein altes schwedisches Dorf bummeln und sich zurück versetzen lassen um mindestens 60 Jahre. Es wird heute bewirtschaftet von einem Landwirt, der mit seiner Familie hier lebt und ökologischen Landbau betreibt.

   

Ende Juli
Wir bleiben noch etwas im Landesinnern, um den Touristenströmen an der Ostsee aus dem Weg zu gehen. In Kyrkhult finden wir nochmal einen hübschen Platz am See. Der Ort hat eine Geschichte als Kurort mit dem feinen Kurhotel Tulseboda. Durch einen Privatmann wurde das völlig verfallene Objekt wieder teilweise hergestellt und wird heute als Ortsgemeinschaftszentrum genutzt, incl. Versorgung der Rentner mit Essen. Der laue Abend wird gekrönt durch einen spektakulären Aufgang des Mondes.

 

  Alles hat mal ein Ende und so wartet die Fähre auf uns. Unsere Rasselbande hat im Womo diesmal einen Platz in der ersten Reihe bei der Überfahrt. Und Deutschland empfängt uns erst einmal mit einem ordentlichen Gewitter. Die ganzen Wochen in Schweden hatten wir fast keinen Regen. Dies dürfte für Schweden auch recht ungewöhnlich gewesen sein. Aber natürlich gibt es dann doch wieder Sonne, es ist ja auch Sommer!

   

              
         
Es war eine tolle Reise mit vielen Möglichkeiten außerhalb des Mainstreams ganz neue Orte zu besuchen. Wir kommen wieder.